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21.01.2019 | NEWS

#ExpertStory: Eckert Schulen Chemnitz besuchen "Das TIETZ"

Ihr Qualifizierungstraining bei den Eckert Schulen Chemnitz führte sie ins örtliche Sozialgericht sowie ins Kulturzentrum „Das TIETZ:“ Die Teilnehmer der Stufe 4, die im Rahmen des ESF-Förderprogramms „JobPerspektive Sachsen“ den Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit finden. In seiner #ExpertStory berichtet Sascha Morgner (pädagogischer Mitarbeiter und Ausbilder bei den Eckert Schulen Chemnitz) von einem erlebnisreichen Exkursionstag.

Eckert Schulen Chemnitz on Tour - diesmal ging es für die Teilnehmer zum städtischen Kulturbetrieb "Das TIETZ" und ins ortsansässige Sozialgericht
Eckert Schulen Chemnitz on Tour - diesmal ging es für die Teilnehmer zum städtischen Kulturbetrieb "Das TIETZ" und ins ortsansässige Sozialgericht

Wie passt es zum ESF-Projekt?

Die Probleme innerhalb der Fälle am Sozialgericht sind Themen, die gerade für einen Teilnehmer der Stufe 4 allgegenwärtig sind.

Außerdem erhalten Kunden des Jobcenters im „Das TIETZ“ ermäßigten Eintritt in das Museum sowie einen vergünstigten Bibliotheksausweis. Des Weiteren gibt es mehrere Schränke mit kostenlosen Büchern.

Worum ging's?

In einem speziellen Fall hatte ein junger Kunde des Jobcenters Mittelsachsen jeglichen Überblick über seine Rückzahlungsstände verloren. Wegen Veränderungen in der Wohnsituation kam es zu einer Überzahlung seitens des Jobcenters. Die wurden mit verschiedenen Bescheiden eingefordert.

Der Kunde ließ zudem die Einspruchsfrist verstreichen, somit wurden die Forderungen rechtskräftig.

Damit war die Klage des jungen Mannes, der durch seinen Vater vertreten wurde, ohne Chance auf einen positiven Ausgang.

Nicht nur die Richterin, auch das Jobcenter empfahl dem Kläger, die für ihn kostenfreie Klage zurückzuziehen, da sonst weitere Kosten auf ihn zukommen würden.

Während einer Beratungspause kam es zu einem interessanten Austausch zwischen unseren Teilnehmern und der Richterin. Es wurden Fragen beantwortet und sich sehr informativ über das Thema ausgetauscht.

Gab es einen Aha-Moment?

Alle Beteiligten (Richter, Vertretung Jobcenter) waren äußerst freundlich und boten ihre Unterstützung an. Als das Verfahren beendet war, gab die Richterin nochmals den Hinweis an alle, bei Zweifel oder Nichtverstehen von Bescheiden, Einspruch einzulegen und Beratungsstellen aufzusuchen.

Über das ESF-Förderprogramm
„JobPerspektive Sachsen"

Die Förderung im Rahmen der „JobPerspektive Sachsen“ zielt darauf ab, das verfügbare Arbeitskräftepotenzial von Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen umfassend zu erschließen und das Qualifikationsniveau von Arbeitslosen zu erhöhen, mit dem Ziel ihre Beschäftigungschancen zu verbessern.

Die Zuweisung ins Programm erfolgt durch die Agenturen für Arbeit und Jobcenter. Nach einem individuellen Profiling des zuständigen Regionalbüros wird der Unterstützungsbedarf festgestellt und eine passgenaue Programmstufe (1 bis 5) ermittelt. Stufe 4 dient beispielsweise zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit durch praxisnahe Qualifizierungsmaßnahmen.