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10.04.2017 | NEWS

Kunststofftechniker: Kompetenzprofil in Form gebracht

Compoundierung, Thermoformen & Co: Kunststofftechniker in Praktika an der Fachhochschule Rosenheim

Die angehenden Staatlich geprüften Kunststofftechniker mit Dozent Günter Doblinger (links) zu Besuch bei der Fachhochschule Rosenheim
Die angehenden Staatlich geprüften Kunststofftechniker mit Dozent Günter Doblinger (links) zu Besuch bei der Fachhochschule Rosenheim

Regenstauf / Rosenheim. Einblicke in moderne Laboratorien, Maschinen und Anlagen – praktische Übungen unter reellen Praxisbedingungen: Mit einer Exkursion an die Fachhochschule Rosenheim erweiterten die angehenden Staatlich geprüften Kunststofftechnikern der Technikerschule Regenstauf ihr Kompetenzprofil um einmaliges Spezialwissen.

In zwei Unterrichtseinheiten wurde einiges behandelt – sowohl in Theorie als auch in der praktischen Anwendung:

Compoundierung

Hier entsteht ein Verbundwerkstoff aus einem Gemisch sortenreiner Grundstoffe. Durch die Compoundierung werden somit mindestens zwei Stoffe miteinander verbunden. Ob Flammschutz, Farbeinstellung oder mechanische Eigenschaften: Die gewünschte Eigenschaft des späteren Bauteils kann mittels Compoundierung beeinflusst werden.

Spritzguss

Beim Spritzgießen wird der flüssige Kunststoff in einen Hohlraum gespritzt, abgekühlt und später schließlich automatisch ausgeworfen. Der Vorteil: Auch kompliziertere Formteile können damit voll automatisiert und sehr schnell in hoher Stückzahl produziert werden. Jedoch stehen dem hohe Stückkosten für die Formwerkzeuge gegenüber.

Extrusion

Wird der dickflüssige Kunststoff extrudiert, wird er unter Druck durch eine formgebende Öffnung gepresst. Das Resultat sind Bauteile in beliebiger Länge mit dem Querschnitt der Öffnung (Extrudat). Die speziellen Extruder kommen vor allem bei der Fertigung von Profilen, Rohren, Platten oder Textilfasern zum Einsatz.

Thermoformen

Warmformen, Tiefziehen oder Vakuumtiefziehen: Die Namen sind vielfältig, das Vorgehen gleich: Thermoplastische Kunststoffe werden erwärmt und von großen Rollen über die Heiz- in eine Form- und/oder Stanzstation transportiert. So entstehen Folien und Platten - dreidimensionale Formteile aus flächenförmigen Kunststoffhalberzeugnissen.

Herstellung von Kunststofffolien an einer Flachfolien- & Blasfolienanlage

Besonders für die Verpackung von Lebensmitteln, Medikamenten oder Hygieneartikel beliebt, gibt es auch für die Herstellung von Kunststofffolien spezielle Anlagen. Das spezielle Granulat wird durch Wärme, Reibung und Druck in einem Extruder erhitzt – je nach Art, ob Flachfolie oder Blasfolie variiert die Weiterverarbeitung.

Weitere Informationen zur Weiterbildung zum Staatlich geprüften Kunststofftechniker bei Anja Thomas unter Telefon (09402) 502-551, per E-Mail unter techniker@eckert-schulen.de oder im Internet unter www.eckert-schulen.de/kunststofftechniker.

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