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Tierisch gut lernen – mit tierischer Unterstützung zurück in den Beruf

Ein Hund, der aufmerksam stupst, wenn die Anspannung steigt. Eine Katze, die geduldig wartet und Nähe schenkt, wenn der Tag schwer war. Am Berufsförderungswerk (BFW) Eckert sind Tiere weit mehr als nur Begleiter. Sie sind ein fester Teil des Alltags und für viele Rehabilitandinnen und Rehabilitanden eine unverzichtbare Stütze auf dem Weg zurück ins Berufsleben.

Mit der Zeit ist am BFW eine richtige Tiercommunity entstanden. Tierhalterinnen und Tierhalter gehen gemeinsam Gassi, verabreden sich zu festen Runden durch die umliegenden Wälder und springen selbstverständlich füreinander ein, wenn jemand krank ist oder gerade nicht am Campus sein kann. So entstehen ganz nebenbei Kontakte - unabhängig von Semester, Ausbildung oder Fachrichtung.

Dass Tiere einen positiven Einfluss auf das Lern- und Lebensumfeld haben, ist längst bekannt. Sie fördern Struktur, Bewegung und emotionale Stabilität. Vor allem aber gehören sie für viele Menschen zur Familie. „Man kann sie nicht einfach zurücklassen“, sagen viele Teilnehmende und genau dafür bringt das BFW Eckert Verständnis auf. In speziellen Wohnheimen sind Vierbeiner ausdrücklich willkommen und dürfen im eigenen Zimmer leben. Im Schulbereich selbst sind Tiere zwar nicht erlaubt, doch schon die gemeinsame Zeit vor und nach dem Unterricht macht für viele einen spürbaren Unterschied. 

Im Rahmen mehrerer Interviews haben wir Rehabilitandinnen und Rehabilitanden gefragt, welche Rolle ihre Tiere im Alltag spielen. Die Antworten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig diese Unterstützung sein kann. 

„Mein Hund merkt sofort, wenn ich getriggert bin“, erzählt eine Teilnehmerin. „Er stupst mich dann an, ganz ruhig, als wollte er sagen: Komm, wir gehen jetzt raus“. Ein kurzer Spaziergang, frische Luft, Bewegung: oft reicht das, um wieder klarer denken zu können. Andere berichten, dass ihre Hunde sie regelmäßig nach draußen bringen, selbst an Tagen, an denen die Motivation eigentlich fehlen würde. Bewegung als feste Routine wird so ganz selbstverständlich. Darüber hinaus übernehmen manche Hunde am Campus sogar praktische Aufgaben im Alltag. Sie helfen ihren Herrchen und Frauchen dabei, Schuhe oder Socken anzuziehen. Gerade bei gesundheitlichen Einschränkungen oder eingeschränkter Beweglichkeit ist diese Unterstützung eine enorme Erleichterung. 

Auch Katzen haben ihren festen Platz im BFW-Alltag. „Wenn ich mich einsam fühle oder ein schlechter Tag hinter mir liegt, wartet meine Katze schon auf mich“, erzählt eine Rehabilitandin. „Sie kuschelt sich an mich, egal wie es mir geht. Diese Zuneigung tut unheimlich gut“. Gerade in Phasen, in denen das Leben neu geordnet werden muss, schenken Tiere Halt, Nähe und Verlässlichkeit. 

Am Campus leben sowohl reine Wohnungskatzen als auch Tiere mit Freigang. Entsprechend prägen Katzennetze an Balkonen, gesicherte Fenster oder sogar kleine Leitern in die Freiheit das Bild der Wohnheime.  

Die grüne Umgebung rund um den Campus bietet ideale Bedingungen für Katzen, die draußen auf Entdeckungstour gehen möchten: ein kleines Abenteuer, das auch ihren Besitzerinnen und Besitzern ein Stück Normalität und Lebensfreude zurückgibt. Gleichzeitig laden Felder, Wiesen und Wälder rund um das BFW zu zahlreichen Gassirunden ein und machen Spaziergänge mit dem Hund zu einer festen, wohltuenden Routine im Alltag. 

Mit der Zeit ist am BFW eine richtige Tiercommunity entstanden. Tierhalterinnen und Tierhalter gehen gemeinsam Gassi, verabreden sich zu festen Runden durch die umliegenden Wälder und springen selbstverständlich füreinander ein, wenn jemand krank ist oder gerade nicht am Campus sein kann. So entstehen ganz nebenbei Kontakte - unabhängig von Semester, Ausbildung oder Fachrichtung. 

“Das Berufsförderungswerk Eckert sieht in dieser Entwicklung einen echten Mehrwert. Tiere fördern Struktur, Verantwortung und Bewegung, sie tragen spürbar zu Wohlbefinden, Stabilität und sozialem Miteinander bei. Wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Rehabilitation und berufliche Neuorientierung”, betont Geschäftsführer Carsten Dietrich-von Appen. Dass Tiere für viele Menschen zur Familie gehören, wird am BFW ernst genommen. Mit offenen Ohren, klaren Rahmenbedingungen und dem Engagement vieler Rehabilitandinnen, Rehabilitanden sowie Kolleginnen und Kollegen entsteht so ein Umfeld, in dem Lernen, Leben und Ankommen Hand in Hand gehen. Tierisch gut und menschlich sowieso.