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Präsentationstag in der Augenoptik: Wenn Prismen lenken und Virtual Reality überzeugt
Beim Präsentationstag der Augenoptik zeigten angehende Augenoptikerinnen und Augenoptiker am 23. Januar 2026, wie vielseitig, anspruchsvoll und zukunftsorientiert ihr neuer Beruf ist. Zwei Projektarbeiten machten deutlich: Sehen ist weit mehr als ein rein biologischer Vorgang: es ist Physik, Technik und Wahrnehmung zugleich.

Optische Prismen: Mehr als nur Lichtbrechung
Den Auftakt gestaltete Projektgruppe 1 mit einem anspruchsvollen Quiz, das nicht nur die eigenen Kommilitoninnen und Kommilitonen, sondern auch Rehabilitanden aus anderen Semestern forderte. Schnell wurde klar: Augenoptik ist deutlich mathematischer und physikalischer, als viele vermuten.
Im Mittelpunkt standen vier verschiedene Arten optischer Prismen: dispersive, reflektierende, rotierende und versetzende Prismen und deren praktische Anwendung. Anhand konkreter Beispiele wie der Spiegelreflexkamera oder der Spektralanalyse erklärten die angehenden Augenoptiker, wie gezielte Lichtumlenkung technische Präzision ermöglicht.
Besonderes Augenmerk lag auf dem Thema Schielen: Welche Formen gibt es, welche Folgen können auftreten und wie lassen sich diese korrigieren? Die Antwort führte zur Prismenbrille, einer wichtigen Sehhilfe in der augenoptischen Versorgung. Als anschauliches Highlight präsentierte die Gruppe eine selbstgebaute Umlenkbrille. Aus einfachen Materialien wie Karton, Getränkedeckeln und Teilen einer Skibrille entstand ein funktionales Modell mit drehbaren Prismen, das Doppelbilder erzeugen konnte und eindrucksvoll vermittelte, wie Menschen mit Schielerkrankungen sehen.
Virtual Reality: Sehen heißt Glauben?
Projektgruppe 2 nahm die Zuhörenden mit in digitale Welten. Mit einer kurzen Gedankenübung - Augen schließen und sich einen bodenlosen Raum vorstellen - wurde der Einstieg in das Thema Virtual Reality bewusst subjektiv gewählt. Was ist real, was erscheint nur so? Und was für ein Gefühl gibt uns das?
Die Präsentation beleuchtete, wie VR-Brillen funktionieren: nicht nur technisch, sondern immer mit Bezug auf das menschliche Auge. Aufbau, optische Bestandteile und Funktionsweise wurden verständlich erklärt. Anschließend zeigten die Vortragenden, in welchen Bereichen Virtual Reality heute bereits eingesetzt wird. Von Bildung und Medizin über Architektur und Industrie bis hin zum Gaming.
Besonders relevant für die Augenoptik sind VR-Anwendungen zur Simulation von Augenerkrankungen, zur Veranschaulichung unterschiedlicher Brillengläser sowie zur Beratung, Anpassung und Schulung. Die klare Botschaft: Digitale Technologien unterstützen die Arbeit, ersetzen den Beruf der Augenoptiker jedoch nicht.
Technik erleben, Zukunft verstehen
Zum Abschluss durften die Teilnehmenden selbst zur VR-Brille greifen und die zuvor erklärten Effekte live erleben. Der Präsentationstag zeigte eindrucksvoll, wie praxisnah und innovativ die Ausbildung in der Augenoptik ist. Fachliches Know-how, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis greifen hier nahtlos ineinander: mit einem klaren Blick auf die Anforderungen der Zukunft.










