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04.07.2017 | NEWS

Bruckmandl wird fresh & smart: Hotelbetriebswirte präsentierten Business-Pläne für Bischofshof

Die Regensburger Traditionsbrauerei Bischofshof ist auf der Suche nach innovativen Gastrokonzepten – an der Hotelfachschule Regenstauf wird sie fündig. Sechs angehende Staatlich geprüfte Hotelbetriebswirte präsentieren ihre Visionen für das Restraurant Bruckmandl in Stadtamhof und den Gasthof Marienthal in Regenstauf.

(v.r.n.l.) Peter Nussbaumer (Leiter Vertrieb bei Bischofshof), Petra Mayer (Dozentin) und Walter Stöhr (Schulleiter der Hotelfachschule Regenstauf) zusammen mit den Projektplanern, den angehenden Staatlich geprüften Hotelbetriebswirten der Eckert Schulen
(v.r.n.l.) Peter Nussbaumer (Leiter Vertrieb bei Bischofshof), Petra Mayer (Dozentin) und Walter Stöhr (Schulleiter der Hotelfachschule Regenstauf) zusammen mit den Projektplanern, den angehenden Staatlich geprüften Hotelbetriebswirten der Eckert Schulen

Regensburg. Ein Wandel geht durch die Regensburger Gastro-Szene. „Guter Service und gutes Essen reichen schon lange nicht mehr, um Gäste zu beeindrucken“, sagt Peter Nussbaumer. Der Vertriebsleiter der Brauerei Bischofshof weiß: Die Gäste erwarten ein schlüssiges Konzept, jeder Restaurantbesuch soll ein Event sein. „Die angehenden Staatlich geprüften Hotelbetriebswirte kennen die junge Zielgruppe, haben kreative Ideen und durch ihren fachlichen Hintergrund behalten sie trotzdem den Bezug zur Realität.“ Wirtschaftlich Denken, ohne den kreativen Kopf zu verlieren: Zwei Gastro-Konzepte für bewährte Bischofshof-Pachtobjekte liefern den Beweis.

Das Bruckmandl ist ein Wahrzeichen Regensburgs – das gleichnamige Restaurant im Stadtteil Stadtamhof hat Kultstatus, steht derzeit jedoch leer. „Zuletzt hatte eine Spanierin das Lokal betrieben. Sie musste Anfang 2017 Privatinsolvenz anmelden“, sagt Manuel Faltermeier. Stay fresh, eat fresh: Unter diesem Motto will sein Team dem Restaurant ein neues Image verpassen. Faltermeier, Quirin Schröcker und Amin Belarbi treffen mit ihrem ökologischen Ansatz den Nerv der Zeit, setzten auf Umweltbewusstsein bis ins kleinste Detail: Am unbehandelten Holztisch wartet Deko aus Urkräutern auf die Gäste – von Speisekarte bis hin zum Geschäftspapier wird ausschließlich recyclebares Papier verwendet – Lebensmittel kommen von regionalen Landwirten und Bio-Supermärkten. „Einfachheit und Klarheit steht bei uns im Mittelpunkt“, so Faltermeier. „Mit unseren hochwertigen ála-Carte-Gerichten und Kochkursen vermitteln wir unseren Gästen die große Bedeutung von Lebensmitteln.“ Marketing-Konzept, Konkurrenzanalyse, Standortauswertung oder finanzwirtschaftliche Berechnungen, etwa zur Rentabilität, beweisen: Neben aller grünen Kreativität haben sie den Blick fürs Wesentliche nie verloren.

Das Regenstaufer Pendant zum Restaurant Bruckmandl ist wohl der Gasthof Mariental. Doch auch das Aushängeschild der Region rund um die Marktgemeinde steht derzeit leer. „Uns war es wichtig den bayerischen Charme zu erhalten und die Stammgäste nicht zu verschrecken“, sagt Katja Wagner. „Gleichzeitig wollten wir aber den Gasthof Marienthal gastronomisch neu ausrichten.“ Dieser Balance-Akt ist Katja Wagner, Tim Dreß und Matthias Josef Hartl geglückt: Die Raumausstattung, das Bayern-Flair bleibt fester Bestandteil, die Standardkarte wurde um regionale Gesichtspunkte ergänzte. Während dessen wird der Servicestandard auf eine neue Stufe gehoben. Gastfreundlichkeit ist Dreh- und Angelpunkt. Verstärktes Augenmerk wird auch auf zukünftige Marketing- und Vertriebsaktivitäten gelegt z.B. begleitet ein kulinarischer Kalender die Gäste vom Candle-Light Dinner am Valentinstag, über Grillfeste im Hochsommer bis zum festlichen Weihnachtsmenü durchs Jahr. Eine in diesem Zusammenhang umfangreich ausgearbeitete Budgetierung belegt: Das Konzept trägt bereits nach kurzer Zeit lukrative Früchte.

Laut dem aktuellen Statistischen Jahrbuch kratze die Domstadt bereits 2015 an der 1-Millionen-Marke bei den jährlichen Übernachtungsgästen. Die Brauerei Bischofshof ist Verpächter zahlreicher namhafter Restaurants und Hotels im Großraum Regensburg. „Dementsprechend müssen wir Trends frühzeitig erkennen und unsere Ausrichtung ständig überdenken.“ Kurzlebigen Hypes nachzujagen, davon hält Nussbaumer nichts: Frische Ideen werden gebraucht – nachhaltige Konzepte, die wertvolle Traditionen mit aktuellen Trends verbinden. Keine leichte Aufgabe, doch der Excellence-Partner der Hotelfachschule Regenstauf weiß, wer dem gewachsen ist: „Ich bin von dem ganzheitlichen Ansatz der beiden Arbeiten beeindruckt“, sagt Nussbaumer. Denn die Studierenden analysierten nicht nur Ist- und Sollzustand, sondern erarbeiteten ein Marketingkonzept, Finanzpläne und organisatorische Details.

Weitere Informationen zur Weiterbildung als Staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt bei Sabine Wieder unter Telefon (09402) 502-557, per E-Mail unter hoga@eckert-schulen.de oder im Internet unter www.eckert-schulen.de/hotelbetriebswirt.