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Ein Stück Europa am Campus: Erasmus+ Projekt zum Nachhaltigen Bauen an den Eckert Schulen

Schülerinnen und Schüler aus sechs europäischen Ländern kamen im Rahmen des Erasmus+ Projekts „The Green Way – Sustainable Building“ der FOSBOS Regensburg an den Eckert Schulen zusammen. Ein Tag voller Austausch, praktischer Einblicke und innovativer Ansätze zeigte, wie nachhaltiges Bauen in Europa gemeinsam gedacht und umgesetzt werden kann.

Teilnehmende sitzen in einem hellen Raum und hören einem Vortrag zu, der von vorne gehalten wird; eine spiegelnde Decke reflektiert die Szene.
Internationaler Austausch für nachhaltiges Bauen: Teilnehmende des Erasmus+ Projekts „The Green Way“ zu Gast am Campus der Eckert Schulen in Regenstauf.

Nachhaltigkeit im Bauwesen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit und gleichzeitig eine Chance für Innovation und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „The Green Way – Sustainable Building“, organisiert und durchgeführt durch die FOSBOS Regensburg, besuchten 50 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belgien, Polen, Italien, der Türkei, Österreich und Deutschland am 12.03.2026 den Campus der Eckert Schulen in Regenstauf. Der Projekttag bot spannende Einblicke in nachhaltige Baukonzepte, praktische Experimente und den Austausch über Bildung und Innovation in Europa und zeigte zugleich, welche Rolle Nachhaltigkeit auch im Bildungsalltag und in den Initiativen der Eckert Schulen spielt. 
 

Internationale Gäste am Campus begrüßt 
Den Auftakt bildete die offizielle Begrüßung in der Spiegelaula durch Schulleiter Markus Johannes Zimmermann. Mit Blick auf die internationale Gruppe betonte er die besondere Atmosphäre des Treffens: „Just take a look around. We have gathered a piece of Europe in one room. The only borders that truly separate us are the borders in our minds. If we tear down those walls, we can become strong, innovative and above all independent together in Europe “. 

Organisiert wurde das einwöchige Programm rund um nachhaltiges Bauen von der Fachoberschule (FOSBOS) Regensburg. Die Eckert Schulen beteiligten sich am 12. März mit einem Projekttag innerhalb des Gesamtprogramms und gestalteten ein vielseitiges Tagesprogramm für die internationalen Gäste.

Nachhaltigkeit an den Eckert Schulen im Fokus 
In verschiedenen Präsentationen und Fachvorträgen stellte Gerald Saule, Head of Vocational Training International, den internationalen Gästen die Eckert Schulen, das Engagement von Eckert Schools International sowie die vielfältigen Nachhaltigkeitsinitiativen am Campus vor. 

Dabei wurde deutlich, wie stark Nachhaltigkeit im Bildungsalltag der Eckert Schulen verankert ist. Als „Umweltschule in Europa“ und „MINT-freundliche Schule“ setzt die Einrichtung auf moderne, digitale Lernkonzepte und zahlreiche Initiativen. Beispiele dafür sind der FairSchenkladen, das Sandarium oder spezielle Unterrichtsfächer, die sich mit nachhaltiger Entwicklung beschäftigen. Darüber hinaus wird Nachhaltigkeit auch strukturell gelebt – etwa durch ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 und ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001. Ein jährlicher Nachhaltigkeitstag sowie Energiebeauftragte in allen Klassen sorgen zusätzlich dafür, dass Umweltbewusstsein im Schulalltag präsent bleibt. 

Ein besonderes Highlight des Informationsvortrags war eine praktische Zwischenstation mit einer Wärmebildkamera. Die Teilnehmenden untersuchten ein Klassenzimmer und stellten sich die Frage: „Wo ist der heißeste Punkt im Raum?“ Ob Personen, Heizkörper, Laptop, Beamer oder Fenster: unterschiedliche Ecken und Elemente wurden gemessen und anhand ihrer Temperatur analysiert. Dabei wurde schnell sichtbar, welche Rolle Energieeffizienz und Wärmedämmung im Kontext des nachhaltigen Bauens spielen. 

Workshop: Zukunftsfähige Bauweisen im Blick 
Aufbauend auf diesen ersten praktischen Eindrücken folgte anschließend ein Workshop zum nachhaltigen Bauen. Unter der Leitung von Susanne Biek, Fachbereichsleiterin Bau, vertieften die Teilnehmenden zentrale Fragestellungen rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Bauwesen. Themen wie ganzheitliches Planen und Bauen, lebenszyklusorientierte Bauweisen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen standen dabei im Mittelpunkt. 
 
Anhand konkreter Beispiele wurde diskutiert, warum nachhaltiges Bauen immer wichtiger wird – etwa im Hinblick auf CO?-Emissionen, Ressourcenverbrauch und das steigende Abfallaufkommen in der Bauindustrie. Dabei wurde auch deutlich, dass nachhaltiges Bauen weit über den eigentlichen Bauprozess hinausgeht: Ein durchdachter Abbruchplan ist ebenso entscheidend wie die Planung und Errichtung eines Gebäudes. Weitere Themen waren unter anderem Urban Mining, Passivhäuser, nachhaltige Dämmstoffe sowie neue Ansätze für nachhaltiges Bauen mit Beton. 

Für den praktischen Teil des Workshops stellten Partnerunternehmen Materialien zur Verfügung. Bauziegel und Holzelemente ermöglichten es den Teilnehmenden, sich direkt mit verschiedenen Baustoffen auseinanderzusetzen. Ein besonderer Dank galt dabei den beteiligten Unternehmen Penzkofer Bau, Schlagmann Poroton, Haas Fertighaus und Wolf System, die den Workshop mit ihren Materialien unterstützten.