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"Im Einkauf liegt der Gewinn"

Das Hotel Bayerischer Hof sucht Fachkräfte, die mit Zahlen und Lebensmitteln gleichermaßen geschickt umgehen können. Beim Vortrag am Campus in Regenstauf erhielten die Eckert-Hotelfachschüler Einblicke in einen alternativen Berufsweg.

Robert Siegler, Einkaufsleiter des Bayerischen Hofs, und Personalreferentin Laura Prünte stellten ihr Haus als attraktiven Arbeitgeber vor.

Ein Lieferant nach dem anderen steuert täglich den Promenadenplatz in München an. Lebensmittel, Getränke und Non-Food-Artikel verteilen sich auf circa 80 Lieferungen am Tag. Als Einkaufsleiter des Luxushotels besuchte Robert Siegler am Montag den 15. Juni 2015 gemeinsam mit Personalreferentin Laura Prünte den Campus der Eckert Schulen in Regenstauf.

Siegler ist beruflich immer auf der Suche. Diesmal nicht nach den besten Lieferanten – er braucht Fachkräfte. Bei der Küchenmeisterschule Eckert ist er da an der richtigen Adresse, denn: Küchenmeister IHK bilden die perfekte Schnittstelle zwischen strategischem Einkauf und operativer Küche. In seiner Abteilung kommen 70 Prozent der Mitarbeiter aus der Gastronomie. Das hat sich bewährt: "Ein gewisses Geschick und Know-How im Umgang mit Lebensmitteln ist unerlässlich", betont der Einkaufsleiter. Lieferanten-Ausschreibungen oder Preiskalkulationen zu erstellen gehören zur täglichen Arbeit – hier ist also nicht nur Zahlenverständnis gefordert.
 
Schon nachdem Personalreferentin Laura Prünte das breite Angebot und die vielen Einrichtungen vom Hotel Bayerischer Hofs aufzeigte, war klar: Ohne Controlling, Warenwirtschaftssystem oder Dokumentierung geht hier nichts.
Auch die Warenannahme gilt es zu regeln. Im Hotel Bayerischer Hof wird diese zentral gesteuert. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Warenkontrolle. Hierbei geht es nicht nur um Qualität und Quantität von Obst, Gemüse oder Fleisch. "Wir machen auch Qualitätskontrollen – nicht stichprobenartig, sondern von jeder Kiste", so Siegler. Bei Temperaturabweichungen von über 2°C nach oben, geht die Ware rigoros zurück. Bei Frischfleisch oder Leberkäse etwa, sind die Profi-Gastronomen noch strenger und erlauben gar keine Abweichung.

Hat die Frischware "bestanden", geht es direkt in die einzelnen Küchen und Abteilungen. Für Trocken- und Non-Food-Ware wurde im Keller des Hauses ein Lager eingerichtet. Auf 500 Quadratmetern finden sich Mehl, Reis aber auch Tischdecken, Regenschirme oder Porzellan .

Die Eckert-Schüler erhielten durch den kurzweiligen Vortrag nicht nur Einblick in die Warenannahme und Lagerhaltung des Hotels  Bayerischer Hof. Wer sich nicht in der operativen Küche oder im Service sieht, für den ist eine Karriere im Einkauf eine vielversprechende Alternative.

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