Pharmazeutisch-technischer Assistent (m/w) - Regenstauf

staatlich anerkannte Berufsfachschule

 

Aufgaben und Tätigkeitsspektrum

Die pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) haben schwerpunktmäßig folgende Aufgaben zu erledigen: Abgabe von Arzneimitteln unter Aufsicht des Apothekers, Untersuchung von Arzneistoffen nach den Vorgaben des Europäischen Arzneibuches oder anderer gleichwertiger Vorschriften. Des Weiteren obliegt ihnen die Herstellung von Arzneimitteln in verschiedenen Arzneiformen aufgrund ärztlicher Verschreibung oder aufgrund anerkannter pharmazeutischer Vorschriften, Information des Kunden und des Arztes über die Wirkungsweise von Arzneimitteln. Die Beratung von Kunden über Anwendung und Wirkung von Produkten der apothekenüblichen Waren, computergestützte Überwachung der Arzneimittel- und Arzneistoffbestände runden das Tätigkeitsfeld des PTA ab.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Einsatzmöglichkeiten für die PTA sind u.a. öffentliche Apotheken, Krankenhausapotheken, pharmazeutische Industrie, Kosmetikindustrie, chemische Industrie, Universitäten und andere wissenschaftliche Einrichtungen.

Belastungen und Anforderungen

Um den Anforderungen in der Apotheke gerecht zu werden, müssen die zukünftigen pharmazeutisch-technischen Assistenten ein hohes Maß an Zuverlässigkeit, geistiger und körperlicher Flexibilität und Belastbarkeit besitzen. Die Bereitschaft, im Team zu arbeiten, sollte ebenso vorhanden sein wie der Einsatz für den Apothekenbetrieb. Verantwortung tragen zu können ist eine weitere wichtige Eigenschaft eines PTA. Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Probleme erkrankter Menschen fördern das Vertrauensverhältnis zum Kunden. Als besondere berufliche Belastung müssen die überwiegend stehende Tätigkeit sowie die gängigen Arbeitszeiten des Dienstleistungsgewerbes angesehen werden. Die individuellen Ansprüche verschiedener Kunden verlangen von den pharmazeutisch-technischen Assistenten ein gutes psychologisches Gespür.

Ausbildungsinhalte

Die theoretischen Ausbildungsfächer umfassen vor allem die Bereiche "Eigenschaften und Wirkungen von Arzneistoffen" in medizinisch-pharmakologischer, pharmazeutisch-technologischer und chemischer Hinsicht. Umfassende Kenntnisse der Chemie und Drogenkunde sind für Untersuchung ebenso unerlässlich wie das Wissen um die gesetzlichen Bestimmungen, innerhalb derer die PTA später in der Apotheke arbeiten. Während der Ausbildung müssen ein 160-stündiges Apothekenpraktikum und ein Erste-Hilfe-Kurs absolviert werden. In den praktischen Übungen erlernen die zukünftigen PTA Arzneistoffe zu prüfen, zu untersuchen und die entsprechenden Arzneimittel herzustellen. Mikroskopische Untersuchungen von Arzneipflanzen und die Bestimmung ihrer Inhaltsstoffe ergänzen den praktischen Unterricht. In dem an die Schulausbildung anschließenden, sechsmonatigen Praktikum in einer öffentlichen Apotheke oder Krankenhausapotheke wird das in der Schule erworbene Wissen in die Praxis umgesetzt.