Lagerverwalter (m/w) - Regenstauf

Das Stufenausbildungskonzept ermöglicht den Teilnehmern von einem kürzer und einfacher strukturierten Logistikberuf zu einer Vollausbildung zu wechseln, da die Lerninhalte in den ersten Semestern identisch sind. Sie kommt zum einen in Frage, falls für einen Teilnehmer von vorneherein nur 12 oder 18 Monate Ausbildungszeit zur Verfügung stehen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, dass zunächst mit einer im Anspruchsniveau leicht reduzierten Maßnahme begonnen wird, die dann bei entsprechenden Leistungen nach 6 Monaten, in Ausnahmefällen auch noch nach 12 Monaten aufgestuft werden kann. Ziel ist in jedem Fall, eine bestmögliche Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Varianten der Logistikausbildung zu gewährleisten und zunächst nicht voll erkannte Begabungspotenziale zu fördern.

Lagerverwalter (Stufe 1)
Die Ausbildung zum Lagerverwalter endet nach 12 Monaten mit einem qualifizierten Lehrgangszertifikat. Teilnehmer, welche die Umsetzung zum Fachlageristen oder zur Fachkraft für Lagerlogistik anstreben, können nach 6 Monaten zum Ende des ersten Semesters einen entsprechenden Antrag stellen.

Fachlagerist (Stufe 2)
Die Ausbildung zum Fachlageristen endet nach 18 Monaten mit einer IHK-Prüfung nach dem Berufsbildungsgesetz. Nach 6 Monaten, spätestens nach 12 Monaten kann ein Wechsel zur Fachkraft für Lagerlogistik erfolgen.

Aufgaben und Tätigkeitsspektrum

Die Globalisierung der Märkte verlangt nach dezentralen Lagern oder Zwischenlagern. Auch die großen Waren- und Lebensmittelmärkte haben riesige Lagerkapazitäten. Dies führt zu ständig zunehmenden Arbeitsaufgaben, auch im Versand- und Transportbereich. Der Lagerverwalter arbeitet an den Schnittstellen der Herstellung und des Transports.

Beschäftigungsmöglichkeiten

In Versandabteilungen des Handels und der Industrie, in Speditions- und Transportunternehmen, aber auch Güterverkehrszentren findet er seine Betätigungsfeld. Zu seinem Aufgabengebiet gehören das Lagern und die Pflege der Güter und Materialien sowie das Annehmen und Auspacken derselben. Neben den wichtigen Kontrollarbeiten beim Warenein- und -ausgang sowie bei der regelmäßigen Inventur ist die Lagerbuchhaltung zu führen. Bei der Warenausgabe an die Produktion und den Warenversand sind die notwendigen Papiere zu erstellen.

Belastungen und Anforderungen

Für Teilnehmer, die eher praktisch veranlagt sind, ist diese Ausbildung sehr gut geeignet. Für die Vermittlungschancen ist es von Vorteil, wenn sich die neuen Lerninhalte mit dem Wissen aus einem geeigneten Vorberuf (z.B. Bau-, Lebensmittel-, KFZ-Bereich o.Ä.) verbinden lassen. Je nach Arbeitsplatz handelt es sich meist um Tätigkeiten, die abwechselnd im Gehen, Stehen oder im Sitzen auszuführen sind.

Ausbildungsinhalte

Der Lagerverwalter nimmt nur in eingeschränktem Maße an der kaufmännischen Sockelqualifikation, bestehend aus allgemeiner und spezieller Wirtschaftslehre, Rechnungswesen sowie Sozialkunde teil. Ebenso reduzieren sich die Anforderungen in der EDV. Insbesondere in der Übungsfirma erfolgt die projektorientierte und praxisbezogene Fachausbildung. Hierzu kann der Gabelstaplerführerschein erworben werden. Ferner sind Kenntnisse über Sicherheitsvorschriften und Unfallverhütungsmaßnahmen notwendig.