Erweiterte Abklärung der beruflichen Eignung und Arbeitserprobung
Zielgruppe
Diese dreiwöchige erweiterte Eignungsabklärung ist in erster Linie für Rehabilitanden mit einer psychiatrischen und/oder neurologischen Vorerkrankung konzipiert und dann angezeigt, wenn es nicht nur um eine konkrete berufliche Entscheidung geht, sondern ganz wesentlich auch um die Überprüfung der psychophysischen Belastbarkeit – dies unabhängig davon, ob bereits ein konkreter Berufswunsch besteht oder das Berufsziel noch völlig offen ist.
Inhalte
Besondere Bedeutung kommt hier zu Beginn der Maßnahme einer Eingewöhnungs- und Anpassungsphase zu, in der ein Vertrautwerden mit dem ungewohnten sozialen Umfeld und eine schrittweise Heranführung an Leistungsanforderungen im Vordergrund stehen. Im Anschluss erfolgt die Integration in ein Programm, das sowohl theoretische als auch arbeitspraktische Anforderungen, Unterrichtseinheiten und Lernsequenzen umfasst und sich zunehmend am Leistungs- und Belastungsniveau einer beruflichen Tätigkeit bzw. einer Ausbildung orientiert. Hinzu kommen umfassende Informationen über Möglichkeiten der beruflichen Wiedereingliederung einschließlich möglicher Qualifizierungen.
Dabei bietet das Berufsförderungswerk Eckert durch die große Vielfalt an Berufsfeldern und Ausbildungsrichtungen (siehe Übersicht) ein besonders breites Spektrum an Möglichkeiten der beruflichen Information und Selbsterfahrung.
Neben einer umfassenden Leistungsdiagnostik beinhaltet die Maßnahme als weitere wesentliche Module sozialpädagogisch begleitete Gruppenarbeiten, eingehende psychologische Beratungsgespräche sowie eine arbeitsmedizinische und eine neurologisch-psychiatrische Untersuchung.
Das Assessment-Team, dem erfahrene und auf Fragen der beruflichen Rehabilitation spezialisierte Psychologen, Ärzte, Sozialpädagogen und Ausbilder angehören, steht den Teilnehmern während der gesamten Maßnahme flankierend und stützend zur Seite. In Gesprächen mit diesen Fachkräften werden auch immer wieder Verlauf und Ergebnisse der einzelnen Phasen erörtert und Möglichkeiten für einen beruflichen Wiedereinstieg abgeleitet.
In einem abschließenden Beratungsgespräch, an dem der betreuende Psychologe sowie die zuständigen Ärzte und in der Regel auch ein Vertreter des Reha-Trägers teilnehmen, werden alle Ergebnisse und konkrete Empfehlungen für den weiteren Rehabilitationsprozess zusammenfassend erörtert.
Abschluss
Im Anschluss erhält der Reha-Träger eine arbeitsmedizinische und nervenärztliche Stellungnahme sowie einen psychologischen Ergebnisbericht. Hier werden der Maßnahmeverlauf, die erhobenen Befunde, Eignungs- und Neigungsvoraussetzungen für einen beruflichen Wiedereinstieg und für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie die hier erarbeiteten Empfehlungen für den weiteren Reha-Verlauf dargestellt. Für den Fall einer beruflichen Neuqualifizierung wird darüber hinaus auch Stellung genommen zur Notwendigkeit einer vorbereitenden Maßnahme und zur Frage, ob für eine Umschulung begleitende Hilfen und/oder besondere Rahmenbedingungen erforderlich sind.
Hinweis
Für Alleinerziehende bieten wir während der Eignungsabklärung / Arbeitserprobung eine umfassende Kinderbetreuung an. mehr

