„Wie wird DNA gewonnen?“: Klinische Chemie

Bei der klinischen Chemie handelt es sich um ein Teilgebiet der Medizin, welches die Analyse von chemischen Kenngrößen bzw. chemischen Vorgängen im Körper zur Aufgabe hat. Ein Bestandteil der Ausbildung zum Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA): In einem engeren Sinne gehört die klinische Chemie zur Laboratoriumsmedizin, indem sie sich mit krankhaften Veränderungen von diagnostischer Relevanz befasst.
Die Lehre umfasst einerseits die sogenannte Routineanalytik, die heute einen hohen Automatismusgrad besitzt, und andererseits eine Vielzahl von speziellen Fragestellungen, die bis an die Aufklärung pathochemischer Zusammenhänge heranreichen. Sie beschäftigt sich mit Untersuchungen von Körperflüssigkeiten zur Erkennung, Differenzierung, Verlaufs- und Therapiekontrolle von Krankheiten.
Am Tag der offenen Tür gehen die Besucher auf Spurensuche: Sie gewinnen aus einer Tomate die DNS (=Desoxyribo-Nuklein-Säure bzw. Erbgut) – als kleiner Einstig in die Molekularbiologie. Mittels Chromatographie trennen sie ein Stoffgemisch in seine einzelnen Bestandteile auf und können es so anschließend untersuchen. Zudem zeigt Inge Voss und ihr Team, wie Körperflüssigkeiten mittel Mikroskopie auf gesund- bzw. krankmachende Bestandteile untersucht werden kann.


KARRIEREFAKTOR

Klinische Chemie ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehrplans: Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten nehmen dabei Gewebeproben genauer unter die Lupe. Wenn in Krimifilmen der Täter anhand seiner DNA überführt wird, war vermutlich ein MTLA mit von der Partie.


ANSPRECHPARTNER

Inge Voss
Stellvertretende Schulleiterin der Berufsfachschule für PTA und MTA